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Wohnraum für Flüchtlinge mieten statt bauen

Mit der Entscheidung über die Errichtung von provisorischen Wohnheimen für Flüchtlinge in Hersel und Bornheim kümmert sich der Stadtrat um den drängendste Bedarf und vor allem der enorme Druck im Mertener Wohnheim Brahmsstraße. Die FDP-Fraktion lobt in diesem Zusammenhang ausdrücklich das Engagement aus der Bürgerschaft, um gemeinsam mit der Verwaltung der Stadt Bornheim angemessene Standorte zu finden. In Hersel werde dies nun auch erfolgreich umgesetzt. «Auch das große Engagement für soziale Betreuung, Sprachkurse und sonstige Hilfen ist beeindruckend. Wer aus Kriegsgebieten flüchtet oder aus seiner Heimat vertrieben wird, findet in Bornheim Menschen, die hilfsbereit sind und in der Not niemanden im Stich lassen», so Matthias Kabon, sozialpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion.
Wegen der Krisen im Nahen Osten und in Afrika ist davon auszugehen, dass auch in den nächsten Jahren viele Flüchtlinge in Bornheim ankommen werden. Auch in Zukunft soll privates Engagement der Schlüssel zu einer angemessenen Unterbringung sein. Damit die Stadt möglichst wenige eigene Wohnheime bauen und betreiben muss, rufen die Liberalen dazu auf, verstärkt auf Anmietung von privaten Wohnhäusern zu setzen. «Wer eine Wohnung oder ein Haus für Flüchtlinge zu vermieten hat, sollte der Stadt ein faires Mietangebot machen. Von der Einliegerwohnung bis zum Mehrfamilienhaus gibt es ganz unterschiedliche Bedarfe», wirbt Kabon für privates Engagement bei der Unterbringung von Flüchtlingen.
Die Stadt könne durch die Anmietung von Wohnraum flexibler reagieren und müsse nicht bei jeder neuen Flüchtlingswelle einen Wohncontainer oder ein neues Wohnheim bauen. «Außerdem halten wir eine dezentrale Unterbringung in Privatwohnungen auch aus sozialen Gründen für besser als größere Einrichtungen. Die Integration in eine Nachbarschaft gelingt einfacher, wenn wir Flüchtlinge nicht wie in Merten auf einem Fleck konzentrieren, sondern über das Stadtgebiet verteilt unterbringen», so Kabon abschließend.

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