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OGS-Beiträge in Bornheim seit 2010 um bis zu 50 Prozent gestiegen

In der nächsten Sitzung des Bornheimer Schulausschusses steht die Änderung der Elternbeiträge für die OGS (offenen Ganztagsschule) auf der Tagesordnung. Aufgrund der Vorgaben der Kommunalaufsicht in Siegburg muss der städtische Eigenanteil an den Kosten reduziert werden, was eine Erhöhungen der Elternbeiträge bedeutet. „Leider hat die Verwaltung mit der aktuellen Vorlage die Chance vertan, einheitliche Einkommensstufen für Beiträge vom Kindergartenkind bis zur Grundschüler in Bornheim umzusetzen“, so Matthias Kabon, schulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. Im Jahr 2014 gab es eine große Neufassung für die Elternbeiträge in Kindergärten und bei Tagesmüttern. Diese wurde damals gemeinsam vorbereitet und einstimmig im Ausschuss beschlossen. Seinerzeit wurden neue Einkommensstufen eingeführt, um eine möglichst gerechte Verteilung der notwendigen Elternbeiträge zu erreichen. „Dies hätten wir uns im Vorfeld auch für die OGS-Beiträge gewünscht“, so Kabon weiter.
Nach der aktuellen Vorlage liegen Eltern mit einem gemeinsamen Jahresbruttoeinkommen ab 55.001€ bei den Kindergartenbeiträgen zum Beispiel im mittleren Beitragsbereich, bei der OGS gehören sie zu den Top-Verdienern mit dem höchsten Beitrag von 170€ im Monat. 2010 mussten diese Beitragszahler noch 114,02€ für die OGS zahlen, was eine Steigerung um knapp 50 Prozent bedeutet. Kabon kritisiert diese Steigerung für Eltern mit mittleren Einkommen: «Eine ausgewogenere Verteilung der notwendigen Beiträge muss dass Ziel sein, alles andere ist aus Sicht der FDP den Eltern in Bornheim nicht zu vermitteln.» Die aktuelle Vorlage kann jedoch laut der Stadtverwaltung nicht mehr angepasst werden, da die Fristen für das kommende Schuljahr sonst nicht eingehalten werden könnten. „Deshalb werden wir uns als FDP im Ausschuss dafür einsetzen, dass die Verordnung jährlich überprüft wird und die Verwaltung kurzfristig einen neuen Vorschlag erarbeitet. Wir wollen, dass die OGS-Beiträge auf Basis der Einkommensstufen aus dem Kindergartenbereich gebildet werden, damit die Eltern ab dem Schuljahr 2016/2017 eine einheitliche, durchgängige und transparente Einstufung vom Beginn des Kindergartens bis zum Ende der Grundschule haben», so Kabon abschließend.

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