+

Licht und Schatten für die Feuerwehr Bornheim

Die jüngste Sitzung des Hauptausschusses der Stadt Bornheim hat für die Feuerwehr nach Ansicht der FDP-Fraktion «Licht und Schatten» gebracht, kommentiert Christian Koch, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten. Positiv wertet die FDP, dass offenbar alle Fraktionen bereit sind, die ehrenamtlichen Feuerwehrleute besser zu entschädigen, wenn sie bei Großveranstaltungen Brandschutz-Wachdienste wahrnehmen. «Diese stundenlangen Dienste, oft am Abend oder am Wochenende, wurden bisher mit einem Taschengeld von 2,50€ pro Stunde vergütet. Künftig soll dieser Betrag auf 8,50 Euro steigen. Mittelfristig wollen wir als FDP diesen Betrag nochmal auf Summen erhöhen, die in anderen Städten üblich sind. 8,50 Euro können nur der Einstieg in eine faire Entschädigung sein», so Koch. Kommerzielle Veranstalter müssen diese Summen als Gebühr zahlen, für gemeinnützige Veranstaltungen übernimmt die Stadt die Entschädigung.

Ganz anders ist die Debatte um das hauptamtliche Personal der Feuerwehr nach Ansicht der FDP gelaufen. Auf Antrag von CDU und FDP wurde der Arbeitsaufwand für den hauptamtlichen Gerätewart der Feuerwehr überprüft. «Für die Überprüfung von Geräten und Ausrüstung der Feuerwehr werden knapp 4.000 Stunden pro Jahr fällig, umgerechnet macht das Arbeit für weit über zwei Personen. Hinzu kommen Einsätze, Ausbildungen, Fahrzeiten und vieles mehr» fasst Koch den Bedarf zusammen.

«Dass alle Geräte in einwandfreiem Zustand sind, sehen wir als Pflicht der Stadt für die Sicherheit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute. Für die vielfältigen Aufgaben brauchen wir daher drei Gerätewarte. Bei diesem Thema machen wir keine Kompromisse», so Koch. Dass Bürgermeister, SPD, Grüne, UWG und Linke diesen Antrag gegen die Stimme von FDP, CDU und Piraten abgelehnt haben, ist nach Ansicht der FDP fahrlässig. «Einen zweiten Gerätewart einzustellen ist zwar der richtige Weg, denn die Vielzahl von Aufgaben kann eine einzelne Person auf keinen Fall schultern. Mir erschließt sich aber nicht, warum man die künftig zwei Gerätewarte weiterhin mit mehr Arbeit ausstattet als sie zu zweit schaffen können. Das ist inkonsequent und letztlich auch wider besseren Wissens riskant.»

3 Kommentare

  1. Markus Braun sagt:

    Zum Thema Gerätewarte kann man nur zustimmen. Leider haben dass die genannten Parteien offensichtlich noch nicht kapiert, schade. Ich war gestern bei der Ausschußsitzung als Gast und musste mich bei diesem Tagesordnungspunkt sehr zurück halten. Es ist für mich nicht nachvollziehbar mit welcher Ignoranz und mangelndem Fachwissen hier im schlimmsten Fall über Leben und Gesundheit eines «ehrenamtlichen» Feuerwehrangehörigen debattiert wird. Und wir haben diese Menschen auch noch gewählt. Da sieht man wie hoch die Wertschätzung den Feuerwehrleute gegenüber ist, ich bin einer von ihnen. Ich weiß wovon ich rede!

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.