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Landtagswahl 2017: Regierung in Düsseldorf will Bornheim aufteilen

Für Empörung und Unverständnis bei den Freidemokraten sorgt der Vorschlag der NRW-Landesregierung, bei der Landtagswahl 2017 die Stadt Bornheim in zwei getrennte Wahlkreise aufzuteilen. Die Bornheimer Rheinorte Hersel, Uedorf und Widdig sollen nach den Plänen aus Düsseldorf künftig zusammen mit Niederkassel, Troisdorf und Lohmar einen Wahlkreis bilden. Die Vorgebirgsorte der Stadt von Roisdorf bis Walberberg würden mit den anderen linksrheinischen Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises sowie der Gemeinde Weilerswist in einem anderen Wahlkreis zusammengefasst.

«Diese Einteilung ist vollkommen willkürlich und zerschneidet unsere Stadt in zwei Hälften», kritisiert Jörn Freynick, Parteichef der Bornheimer FDP. Freynick betont, dass man sich im Rat seit Jahrzehnten bemühe, die Stadt zusammen wachsen zu lassen. «Mit solchen Aktionen torpediert die Landesregierung völlig unsensibel unsere Bemühungen für mehr Wir-Gefühl vor Ort. Bornheim ist eine gemeinsame Stadt und wir lassen uns sicher nicht von Bürokraten aus Düsseldorf auseinander dividieren», fasst er die Kritik der Freien Demokraten zusammen.

Die FDP-Fraktion im Stadtrat wird für die Ratssitzung am 4. Februar eine aktuelle Stunde zu diesem Thema beantragen. «Ziel ist eine gemeinsame Resolution des Rates gegen die Spaltung unserer Stadt», erklärt Fraktionschef Christian Koch. «Wir hoffen, dass auch SPD und Grüne sich in dieser Frage klar gegen ihre Parteifreunde in Düsseldorf stellen. Das Wohl der Stadt muss klar über dem Wohl der Partei stehen», so Koch weiter.

 

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