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Kita-Streik: FDP will eingesparte Kosten in Kindergärten investieren

Durch den Streik in einigen Bornheimer Kindertagesstätten spart die Stadt derzeit einen Teil der Personalkosten für Erzieher ein, denn an Streik-Tagen steht den Mitarbeitern im Arbeitskampf kein Gehalt zu. Welche Summe genau die Stadt einspart will die FDP-Fraktion nun über einen Antrag für die nächste Sitzung des Stadtrats in Erfahrung bringen. Emilia Danz, jugendpolitische Sprecherin der Freien Demokraten, erläutert den Antrag: «Die durch den Streik eingesparte Summe wollen wir nicht verfallen lassen, sondern noch in diesem Jahr in unseren Kindergärten investieren. Eltern und Kinder haben unter dem Streik teilweise massiv zu leiden. Mit unserem Antrag wollen wir dafür Sorge tragen, dass die gesparten Löhne den Kindergärten im Stadtgebiet als Extra-Budget zugutekommen.» Nach Ansicht der FDP-Fraktion wäre zum Beispiel die Anschaffung von Spielgeräten denkbar.

Anders als beispielsweise in der Stadt Köln wollen die Freien Demokraten in Bornheim allerdings keine direkte Rückzahlung von Beiträgen an die Eltern. «Das Jugendamt müsste für jedes Kind ganz genau ermitteln, an welchen Tagen es regulär betreut wurde, wann eine Notgruppe zur Verfügung stand und wann keine Betreuung verfügbar war. Außerdem decken die Elternbeiträge ja nicht nur den Lohn der Erzieher ab, sondern auch den Verwaltungsaufwand im Jugendamt. Der Aufwand für diese exakte Berechnung von Ansprüchen ist uns viel zu hoch. Wir würden das gesparte Geld lieber pragmatisch in die Ausstattung der Kindergärten stecken als eine Cent-genaue Erstattung für einzelne Tage vornehmen zu lassen», erläutert Danz.

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