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Keine Windräder auf dem Villerücken

  • FDP will Naherholungsgebiet Ville vor Eingriffen in die Natur schützen
  • Landschaftsschutz hat Priorität
  • Sorge vor Lärm und Schattenwurf für Anwohner

Bornheim, 30. Januar 2019 – Die FDP-Fraktion im Bornheimer Stadtrat zeigt sich besorgt über Pläne der Stadtwerke Aachen, im Bereich der Bornheimer Höhenorte Windräder zu errichten. „Der Villerücken ist ein wichtiges Naherholungsgebiet für Spaziergänger, Läufer, Radfahrer und Reiter. Diese sensible Fläche wollen wir auf keinen Fall für Windräder opfern“, so FDP-Fraktionschef Christian Koch. Der Erhalt von Freiflächen für Freizeit und Sport sei insbesondere in Ballungsgebieten wie der Köln-Bonner Bucht ein besonders wichtiges Anliegen. Die FDP werde sich im Stadtrat mit Nachdruck gegen die Windpark-Pläne wenden: „Wir kämpfen seit vielen Jahren dafür, dass die Ville nicht durch Kiesgruben umgepflügt wird. Nachdem wir als Politik zusammen mit den Landschaftsschützern die Verkraterung des Vorgebirges erfolgreich verhindert haben, müssen wir uns nun wohl gegen die Verspargelung der Landschaft mit Windrädern wehren.“

Nach Ansicht der Freidemokraten ist außerdem zu befürchten, dass die Windräder in großer Nähe zu den Wohnlagen von Brenig, Waldorf, Hemmerich und Rösberg entstehen. „Wer schon mal neben einem 200 Meter hohen Windrad gestanden hat, wird überrascht sein, wie laut die Rotoren sind und wie viel flackernden Schatten ein solches Rad wirft“, so Koch. Die FDP werde sich dafür einsetzen, dass die Bürger im Vorgebirge keinen Windpark in ihre Gärten gesetzt bekommen. „Über den Sinn von Windrädern im windschwachen Rheinland kann man sowieso streiten. Wenn überhaupt gehören diese Anlagen aber in die Nähe der Hochspannungstrassen bei Wesseling und nicht in den Naturraum Vorgebirge“, meint Koch.

Insgesamt betrachtet die FDP Windräder als eine problematische Form der Energieerzeugung. „Wir Freie Demokraten sind für erneuerbare Energien, damit die Energiewende in Deutschland gelingen kann“, stellt Koch klar. Ausgerechnet Windenergie sei jedoch hoch problematisch, da den massiven Windrädern oftmals die Akzeptanz vor Ort fehle. Drastische Eingriffe in die Landschaft und die Lebensqualität sowie eine erhebliche Gefahr für geschützte Vogelarten seien nicht zu vernachlässigende Kritikpunkte an dieser Form der Energieerzeugung. Nicht jede alternative Form der Energieerzeugung sei gleichermaßen sinnvoll, häufig haben Windenergieanlagen nicht nur ein Akzeptanz, sondern auch ein Effizienzproblem – insbesondere in Schwachwindlagen wie der Köln-Bonner-Bucht.

3 Kommentare

  1. Wir leben in Deutschland meiner Meinung nach in einem energiepolitischen Tollhaus. Die Hardcore Gegner der Windenergie haben es geschafft 10 Jahre lang den Bau von Windenergieanlagen in Bornheim zu verhindern! Es wollen wirtschaftliche betriebene Braunkohlekraftwerke zur co2 Reduzierung abschaltet werden. Gleichteitig will man alternative Energieerzeuger wie die Windkraftanlagen verhindern, weil sie das “Landschaftsbild stören”. Die Verbrennungsmotoren, wie den Dieselmotor, will man abschaffen und durch Elektromotoren ersetzen. Wie soll das denn zusammen passen? Wo soll denn die dafür benötigte elektrische Energie herkommen? Aus alternativen Energieträgern im Inland oder aus Atomkraftwerken aus dem Ausland? Es wird zum Teil nicht mehr mit technischen Sachverstand sondern mit hohlen Ökophrasen argumentiert und mit irrealen Grenzwerten gemessen. Der Abnahnverein Deutsche Umwelthilfe legt mit finanzieller Unterstützung des Bundes ganze Straßenzüge lahm. Ich wünsche mir Politiker mit einem Mindestmaß an technischem Sachverstand.
    Windenergieanlagen sind keineswegs laut. Das kann man vor Ort im Wiidiger Feld am Rand zu Wesseling selbst feststellen. Über die Standorte von Windkraftanlagen auf dem Villerücken zwischen Brenig und Merten ist doch noch überhaupt nichts konkretes bekannt. Wozu also das FDP-Sperrfeuer?

    • Christian Koch Christian Koch sagt:

      Hallo Herr Breuer,

      wir lassen das als Meinungsäußerung eines Mitbewerbers so stehen. In der Sache sind wir aber fundamental anderer Meinung als Sie.

      Freundliche Grüße
      Christian Koch

  2. J.Walther sagt:

    Zwei wichtige Dinge, die bei einem möglichen Bau umgesetzt werden müssen:

    – eine akustische Entkopplung von Betonsockel und Turm
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/vorgebirge-voreifel/meckenheim/Gesundheitliche-Folgen-durch-Windkraftanlagen-article3862500.html

    – die 10H-Regelegung aus Bayern muss auch in NRW greifen
    http://kommunalwiki.boell.de/index.php/10H-Regelung

    Mit freundlichen Grüßen
    J.Walther

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