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Höhere Kosten für Pseudo-Verbesserung: Fauler Kompromiss beim Bornheimer Wasser

Nach Ansicht der FDP-Fraktion im Bornheimer Stadtrat ist die geplante Veränderung beim Trinkwasser ein «fauler Kompromiss, der den Wasserpreis immer weiter in die Höhe treiben wird», kritisiert Christian Koch, Fraktionschef der Freien Demokraten. Der von CDU, Grünen und ABB geplante Mehr-Bezug von Wasser aus der Wahnbach-Talsperre sei völlig unnötig, da das Trinkwasser in Bornheim bereits jetzt nur einen mittleren Härtegrad habe, die Versorgung einwandfrei funktioniere und es zudem verhältnismäßig preiswert sei. «Mehrere Gutachter haben uns bestätigt, dass es keinen Grund dafür gibt, etwas am Bornheimer Wasser zu verändern. Für eine unnötige Änderung des Wasserbezugs müssen die Bürger bald allerdings tiefer in die Tasche greifen und nach der diesjährigen Preiserhöhung auch in den kommenden Jahren immer mehr für ihr Trinkwasser bezahlen», so Koch weiter.

Besonders kritisch beurteilen die Freien Demokraten, dass nach dem Willen von CDU, Grünen und ABB die Wasserqualität am Rhein und im Vorgebirge stark schwankend sein wird. «Alle Bürger müssen die Preiserhöhung und eine mögliche Verbandsumlage in Kauf nehmen, aber nur im Vorgebirge soll das Wasser deutlich weicher werden. Die Menschen in Hersel, Uedorf und Widdig zahlen also dafür, dass am Vorgebirge reines Wahnbach-Wasser aus den Hähnen sprudelt. Diese Entscheidung spaltet die Stadt und ist Gift für das Zusammenleben unserer Bürger. Das Wasser mag weicher werden, aber die Grenzen innerhalb der Stadt werden eindeutig härter», so Alexander Schüller, Mitglied der FDP im Betriebsausschuss des Wasserwerks.

Die Freien Demokraten werden im Stadtrat gegen den «faulen Kompromiss» stimmen. und fordern in einem eigenen Antrag, die Debatte um das Wasser zu beenden. Sollten sich CDU, Grüne und ABB durchsetzen, erwägen die Mitglieder der FDP-Fraktion den Gang vor das Verwaltungsgericht. «Wenn die Entscheidung rechtskräftig wird, würden wir gegen die Erhöhung des Wasserpreises klagen, denn sie ist unserer Meinung nach rechtswidrig. Es gibt keinen fachlichen Grund für die geplante Veränderung. Nur weil die gefühlte Wasserqualität für einige Ratsmitglieder nicht ausreichend ist, sollten über 20.000 Haushalte nicht draufzahlen müssen», erklärt Koch. Die Mitglieder der FDP stellten sich mit der Klage «schützend vor diejenigen, denen das Geld nicht so locker in der Tasche sitzt wie offenbar manch einem Mitglied des Rates.»

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