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Gechlortes Wasser in Bonn: FDP-Fraktion Bornheim stellt Anfrage

Medienberichten zufolge beschweren sich einige Trinkwasser-Kunden in Bonn derzeit über einen deutlichen Chlorgeruch aus ihren Wasserhähnen. Die Stadtwerke in Bonn erklären dazu, dass aufgrund des niedrigen Wasserstands in der Wahnbachtalsperre durch den Wahnbachtalsperrenverband (WTV) verstärkt Grundwasser beigemischt werden muss. Da das WTV-Wasser grundsätzlich gechlort wird und sich der Chlor im Grundwasser länger hält, ist die aktuelle Geruchsbelästigung in Bonn nicht zu vermeiden.
Für die FDP-Fraktion im Bornheimer Stadtrat sind die aktuellen Vorfälle Anlass für eine große Anfrage zur nächsten Ratssitzung am 26. Januar. Die Freidemokraten wollen wissen, ob ähnliche Chlor-Beschwerden aus Bornheim bekannt sind und inwieweit das aktuelle Bornheimer Wasser überhaupt gechlort werden muss. FDP-Fraktionsgeschäftsführer Alexander Schüller: «Das angeblich tadellose WTV-Wasser hat offenbar auch seine Tücken. Mit der aktuellen Bornheimer Mischung fahren wir nach unserer Einschätzung deutlich besser, denn das Chlor-Wasser des Talsperrenverbands wird durch das reine Wasser aus unserem eigenen Wasserwerk deutlich verdünnt.»
Die FDP-Fraktion spricht sich weiterhin dafür aus, das bisherige Mischungsverhältnis des Wassers beizubehalten. «Unser Wasser ist preiswert, sauber und sicher. Durch die aktuelle Diskussion in Bonn sieht man, dass das WTV-Wasser auch kein Allheilmittel ist. Ein bisschen mehr natürliches Kalk ist mir deutlich lieber als chemischer Chlorgeruch aus dem Wasserhahn», so Schüller.

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