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FDP hält an Zweibahn-Lösung für die Königstraße fest

Die FDP-Fraktion wird für die Sitzung des Bornheimer Rates am 2. Oktober einen Dringlichkeitsantrag einbringen, in dem die Liberalen nochmal klar zum Ausdruck bringen, dass sie eine Zweibahn-Lösung für die beste Variante zur Verkehrsführung auf der Königstraße halten. Mit dem Antrag will die FDP erreichen, dass auf der Baustelle Königstraße nur noch Arbeiten durchgeführt werden, die nicht auf eine bestimmte Verkehrsführung festgelegt sind. Der Bürgermeister soll den Auftrag erhalten, gemeinsam mit dem Gewerbeverein eine Lösung für den Umbau der Königstraße zur verkehrsberuhigten Zweibahnstraße zu finden.

Nach Ansicht der Liberalen sind die Kosten für eine Umplanung vertretbar, erklärt Jörn Freynick, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP: «Der Bürgermeister hat bisher den Teufel an die Wand gemalt und Millionenbeträge ins Spiel gebracht. Tatsächlich werden die Mehrkosten nach Ansicht eines unabhängigen Gutachters im fünfstelligen Bereich liegen. Diesen Preis müssten wir für eine bürgerfreundliche Lösung investieren. Hätte die Verwaltung gleich im Sinne der Betroffenen geplant, wäre es überhaupt nicht zu Mehrkosten gekommen.»

Alexander Schüller, Fraktionsmitglied der FDP aus dem Ort Bornheim, betont, dass die Stärkung des Einzelhandes auf der Königstraße für die Liberalen oberste Priorität hat: «Für die Nahversorgung in unserem Ort brauchen wir die Geschäfte der Königstraße. Nach unserer Überzeugung muss daher alles getan werden, um den Einzelhandel in Bornheim zu stärken. Gegen die Interessen des Gewerbes zu handeln und die Wünsche des Gewerbevereins seit Jahren zu ignorieren, halten wir für fahrlässig, denn der Gewerbeverein bildet mit seinen Mitgliedern das Rückgrat unserer örtlichen Nahversorgung.»

Schüller weist außerdem darauf hin, dass in der Debatte die Interessen der Anwohner auf dem Servatiusweg ständig missachtet würden. Die Bürger dort hätten den Ausbau dieser ehemals ruhigen Wohnstraße aus eigener Tasche bezahlen müssen und seien nun wie kaum eine andere Gruppe von der Einbahnstraße betroffen: «Zehn Mal mehr Verkehr fließt durch diese Straße, auf der man früher sogar Kinder spielen lassen konnte. Die Lebensqualität ist dahin und der Wert der Häuser auf ein Minimum gesunken. Auch im Sinne dieser Menschen kann die Einbahnstraße auf der Königstraße keine Lösung sein, denn sie verdrängt Verkehr in die Wohnstraßen unseres Ortes.»

Freynick fasst zusammen, dass die FDP bei der Verkehrsführung im Zentrum von Bornheim seit über zehn Jahren eine klare Haltung zeige: «Wir sind die einzige Partei, die seit 2003 konsequent für eine bürgerfreundliche Planung geworben hat. Auch wenn andere die Position der Menschen vor Ort ignorieren oder ihre Meinung wie ein Fähnlein im Winde drehen: Die FDP bleibt konsequent an der Seite der Bürger und des Gewerbes in Bornheim.» Am Beispiel der Königstraße könne man sehen, dass Bürgerbeteiligung in Bornheim leider oft nur eine Parole sei, die nicht mit Leben gefüllt werde: «Wenn der Wille der Menschen vor Ort so eklatant missachtet wird, werden wir auch in Zukunft und in allen 14 Stadtteilen unsere Stimme zum Protest gegen ein solches Vorgehen erheben.»

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