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FDP gegen Neuauflage des EKZ-Bebauungsplans in Roisdorf

Der Bebauungsplan Ro17, auf dessen Grundlage in Roisdorf derzeit das große Einkaufszentrum entsteht, ist vom Oberverwaltungsgericht in Münster für ungültig erklärt worden. Die Stadt Bornheim hat im Verfahren einige Fehler begangen. Am schwerwiegendsten war, dass der Plan in einem sogenannten «beschleunigten Verfahren» durchgezogen wurde. Verzichtet wurde unter anderem auf eine Umweltprüfung, so dass das Gericht festgestellt hat, dass auf einen angemessenen Lärmschutz für die Anwohner keinen Wert gelegt wurde.

Die Freien Demokraten sehen sich durch die Gerichtsentscheidung in ihrer Kritik an dem Einkaufszentrum bestätigt: «Das Gebäude und die Verkaufsflächen sind viel zu groß und den zusätzlichen Verkehr und Lärm kann Roisdorf nicht verkraften», so Jörn Freynick, Ratsmitglied und Sprecher der FDP-Fraktion für Stadtentwicklung. Freynick weiter: «Wir setzen uns seit Jahren dafür ein, dass an dieser Stelle ein Supermarkt und kleine ergänzende Geschäfte entstehen können. Das völlig überdimensionierte EKZ passt nicht nach Roisdorf und hat nun auch vor Gericht eine Schlappe erlitten.»

Der Bürgermeister schlägt nun vor, das Verfahren einfach nochmal neu aufzurollen und einen neuen Bebauungsplan Ro17 zu beschließen. Freynick kritisiert diese Idee: «Es wäre völlig falsch, mit den Grundzügen der abgelehnten Planung einfach weiterzumachen, da im Moment auch noch ein Klageverfahren gegen die Baugenehmigung läuft. Wir fordern einen völlig neuen Plan mit einem deutlich abgespeckten Gebäude für die Nahversorgung in Roisdorf. Das Mega-EKZ ist und bleibt die falsche Entscheidung.»

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