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FDP bedauert Absage für den städtischen Ordnungsdienst

Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung die FDP-Idee eines städtischen Ordnungsdienstes abgelehnt. Die Liberalen hatten beantragt, dass städtische Mitarbeiter künftig zusammen mit der Polizei vor allem in den Abend- und Nachtstunden dafür sorgen sollen, dass Sicherheit und Ordnung an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet besser durchgesetzt werden.

«Die Polizei stellt für ganz Bornheim nachts einen einzigen Streifenwagen zur Verfügung. Das ist bei 14 Ortschaften und 50.000 Einwohnern viel zu wenig», kritisiert FDP-Fraktionschef Christian Koch. «Wir wollten die beiden Polizeibeamten gerne durch städtische Mitarbeiter ergänzen, die sich zum Beispiel um Ruhestörungen oder die prekäre Lage rund um die Bahnhaltestelle am Rathaus hätten kümmern können», so Koch weiter. Auch bei Großveranstaltungen wie Maifesten können uniformierte Mitarbeiter der Stadt nach Ansicht der FDP einen Beitrag zur Sicherheit der Besucher leisten.

Die Argumente der Liberalen stießen jedoch auf taube Ohren, «vorgeschoben wurden finanzielle Bedenken oder die realitätsferne Ansicht, dass ja derzeit alles in Ordnung sei», berichtet Koch aus dem Rat. «Alle Fraktionen, die sonst immer Krokodilstränen vergießen, wenn Bürger sich über Lärm und Randale beklagen, haben sich mit der Ablehnung unseres Antrags entlarvt. Angesichts der Lage an den Dorfplätzen und Haltestellen ist das fahrlässig.»

Besonders verquer sei die Ansicht der Grünen in der Debatte gewesen, so Koch: «Wer denkt, dass man mit den Betreffenden einfach nur nett reden müsse, um aus einem Randalierer einen Klosterschüler zu machen, lebt offenbar in einer ganz eigenen Welt. Wir von der FDP wollen einen Staat, der die Rechte seiner Bürger auch in der Kommune durchsetzt und nicht beide Augen zudrückt, wenn Menschen mit viel Tagesfreizeit für die arbeitende Bevölkerung die Nacht zu Tage machen.»

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