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Bornheimer Wasser: FDP lehnt höhere Kosten grundsätzlich ab

Die von CDU, SPD und Grünen vereinbarte Erhöhung des Wasserpreises in Bornheim stößt auf deutliche Ablehnung der FDP-Fraktion im Stadtrat. «Wir werden dem faulen Kompromiss von Schwarz-Rot-Grün auf keinen Fall zustimmen, denn er ist nutzlos und teuer», erklärt Alexander Schüller, Fraktionsgeschäftsführer der Freidemokraten und Mitglied im Betriebsausschuss des Wasserwerks. Laut dem Beschluss der drei Fraktionen soll das Mischungsverhältnis des Wassers so geändert werden, dass künftig nur noch 60 statt 75 Prozent des Trinkwassers aus dem eigenen Wasserwerk der Stadt kommen, der Rest wird durch den WTV aus Siegburg geliefert. CDU und Grüne wollen noch weiter gehen und ein Mischungsverhältnis von 50/50 durchsetzen.

«Die angeblichen Verbesserungen durch weicheres Wasser wird selbst bei einem 50/50-Verhältnis kein Verbraucher merken, denn die Härte sinkt auch dann nur um 2 Grad. Wir liegen jetzt schon im Härtebereich ‹mittel› und würden auch nach der Änderung im Bereich ‹mittel› liegen. Der von CDU und Grünen seit Jahren versprochene Bereich des ‹weichen› Wassers wäre dann immer noch weit entfernt», so Schüller. Die FDP bleibe bei ihrer Haltung, dass eine Veränderung des Mischungsverhältnisses nur Pseudo-Verbesserungen bringe, das Bornheimer Wasser sei durch diverse Gutachten nachgewiesen sauber und gut.

Für FDP-Fraktionschef Christian Koch ist die «Verzweiflungstat» von CDU und Grünen rational nicht zu erklären: «Wenn die 100-Prozent-WTV-Fraktionen CDU und Grüne nun kleinlaut versuchen, den Anteil zumindest auf 50 Prozent hochzuschrauben, hat das mit rationaler Politik nicht mehr viel zu tun. Es geht offenbar nur noch darum, das Gesicht zu wahren. Für diesen Hokuspokus hat die Stadt Bornheim in den letzten Jahren hunderttausende von Euros verschleudert, das Geld hätten wir lieber in Straßen, Schulen und Kindergärten gesteckt.»

Undurchsichtig ist für Koch auch die Rolle der SPD: «Ich hätte den Sozialdemokraten mehr Rückgrat zugetraut. Sie vereinbaren einen 60/40-Kompromiss mit CDU und Grünen, der beinhaltet, dass CDU und Grüne in der gleichen Sitzung mit ihrer 1-Stimmen-Mehrheit ein Verhältnis von 50/50 durchdrücken werden. Welchen Sinn hat dann die gemeinsame Vereinbarung? Die SPD hat offenbar fürchterlich schlecht verhandelt und muss nun Änderungen beim Wasser zustimmen, die sie selbst vor Monaten noch bei einem Bürgerentscheid entschieden abgelehnt hat.»

Klar und eindeutig sei hingegen die FDP in ihrer Haltung, fasst Koch zusammen: «Wir lehnen weiterhin jede Änderung an unserem nachgewiesen guten und preiswerten Trinkwasser ab. Die Diskussion der letzten Jahre war schon teuer und aufwendig genug – jetzt ist es Zeit für einen Schlussstrich und ein klares Nein zu den Plänen von CDU und Grünen.»

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