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Bornheimer Trinkwasser überzeugt mit Qualität

Das Trinkwasser der Stadt Bornheim steht in diesen Tagen erneut zur Diskussion. Im Betriebsausschuss des Wasserwerks steht ein Gutachten auf der Tagesordnung, in dem sich Fachleute fundierte Gedanken um die Wasserqualität in Bornheim machen. Nach Ansicht der FDP-Fraktion bestätigen die Gutachter, was die Liberalen bereits seit einigen Monaten betonen: «Das Fazit der Experten ist eindeutig: Das Bornheimer Trinkwasser hat eine gute Qualität», so Alexander Schüller, Mitglied der Liberalen im Betriebsausschuss. Die FDP sehe daher keine Notwendigkeit, an der Bornheimer Wasserversorgung etwas zu ändern.

«Alle Skeptiker haben es jetzt schwarz auf weiß: Die Qualität unseres Trinkwassers ist gut und die Härte des Wassers ist mittel. Die Gutachter raten davon ab, eine teure Enthärtungsanlage im Wasserwerk einzubauen oder sonstige Veränderungen am Wasser durchzuführen. Für uns besteht daher überhaupt kein Diskussionsbedarf mehr», so Schüller. Eine Enthärtungsanlage würde nach Berechnung der Gutachter rund 3,5 Millionen Euro einmalig kosten und über 400.000 Euro jährlich. «Die Fachleute empfehlen eine solche Anlage nur, wenn das Wasser übermäßig hart und kalkhaltig ist. Von solchen Verhältnissen sind wir in Bornheim weit entfernt, so dass wir den Bau einer solchen Einrichtung für Geldverschwendung auf Kosten der Bürger halten», erklärt Schüller.

Gleichzeitig erteilt die FDP denjenigen eine Absage, die das Wasser der Stadt Bornheim künftig ausschließlich aus der Wahnbachtalsperre beziehen wollen. Aktuell erhält die Stadt Bornheim 25 Prozent ihres Wassers aus der Talsperre und 75 Prozent aus dem Wasserwerk in Urfeld, das sie gemeinsam mit der Stadt Wesseling betreibt. Für eine Änderung dieses Mischungsverhältnisses bestehe überhaupt keine Veranlassung, so Schüller: «Durch Wasser aus zwei Quellen haben wir in Bornheim eine optimale Versorgungssicherheit. Zudem gehören uns 25 Prozent des Wasserwerks in Urfeld, wir würden bei einem Wechsel also unserem eigenen Werk schaden. Auch die Qualität des Wassers aus Urfeld ist nachgewiesen einwandfrei und gibt keinen Grund zur Beanstandung.» Darüber hinaus sei das Wasser aus der Talsperre deutlich teurer, auf die Gebührenzahler kämen 500.000 bis 750.000 Euro Mehrkosten pro Jahr zu.

Die FDP hege den Verdacht, dass ein kompletter Wechsel zu Wasser aus der Wahnbachtalsperre rein aus populistischen Gründen geschehen solle, kritisiert Schüller: «Die Gutachter raten von diesem Schritt ab und es gibt technisch keinen Grund, diese immensen Mehrkosten auf uns zu nehmen.» Man dürfe nicht nur diejenigen im Blick haben, die lautstark weicheres Wasser fordern, so Schüller weiter: «Im Gegenteil: Politik muss diejenigen schützen, denen der Euro nicht so locker in der Tasche sitzt wie manchem Ratspolitiker. Luxus-Entkalkungen kann sich jeder auf eigene Kosten in den Keller bauen, aber nicht auf Kosten der Allgemeinheit über das Wasserwerk einrichten.»

2 Kommentare

  1. Franke, Helmut sagt:

    Hallo FDP, wer ist bei Ihnen fachlich und politisch für das Thema «Wasserversorgung Bornheim» zuständig? Ich möchte gern mal telefonisch Kontakt aufnehmen, meine Nr. ist 02222-9957831, angeregt durch diesen Artikel vom August 14. Ich wohne noch nicht lange in Bornheim, bin zugezogen, also Neubürger, und habe schon einiges über unsere Wasserversorgung gelesen, vor allem ist mir sehr unangenehm bekannt geworden, dass in Wesseling durch die dortige Raffinerie Millionen Liter von Kerosin in das Erdreich ausgelaufen sind und die Kontaminierung überhaupt nicht beseitigt wird. Dieser Bereich ist nicht weit weg von dem Wasserwerk, und ich befürchte dort daher eine «tickende Zeitbombe/Wasserbombe». Auf dieses Problem geht Ihr Pressebericht überhaupt nicht ein und Sie vermitteln den Eindruck absoluter Sicherheit. Meiner Meinung nach geht aber die Sicherheit der Bewohner/Verbraucher vor wirtschaftliche Interessen. Im übrigen ist überhaupt noch nicht klar, dass ein Bezug von 100 % aus der Wahnbachtalsperre teurer werden würde. Offensichtlich ist verhindert worden, konkrete Angebote einzuholen. Eine Diskussion dazu habe ich mal als Zuhörer in einer Rat/-Ausschusssitzung letztes Jahr im Rathaus mit erlebt. Darauf hin habe ich Kontakt mit dem Bürgermeister gehabt und von ihm auch schriftlich bestätigt bekommen, dass keine Gefahr (lt. Bezug auf Gutachten) von Wesseling ausgeht. Das glaube ich aber nicht.
    Würde mich freuen von Ihnen zu hören und in einen Dialog eintreten zu können.
    Mit den besten Grüssen
    Helmut Franke

    • Christian Koch Christian Koch sagt:

      Hallo Herr Franke,

      unter diesem Link http://session.stadt-bornheim.de/bi/vo0050.php?__kvonr=9840&voselect=1361

      finden Sie alle Informationen zur Wasserversorgung in Bornheim. Dort sehen Sie auch das Gutachten eines unabhängigen Fachbüros, das uns einwandfreie Wasserqualität bescheinigt. Das Leck in der Raffinerie in Wesseling ist natürlich eine Belastung für die Umwelt, aber keine Belastung für das Bornheimer Wasser, da unsere Grundwasser-Schichten in entgegengesetzter Fließrichtung liegen. Zudem wird die Qualität des Trinkwassers ständig geprüft und eine Verunreinigung würde auffallen. Ein konkretes Angebot für Wahnbach-Wasser liegt vor, die Unterlagen dazu finden Sie hier:

      http://session.stadt-bornheim.de/bi/vo0050.php?__kvonr=9565&voselect=1258

      Gerne können wir darüber hinaus noch ein Telefonat oder einen Termin in unserer Bürger-Sprechstunde vereinbaren. Melden Sie sich einfach, wenn Bedarf besteht!

      Viele Grüße
      Christian Koch

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