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Baukosten künstlich niedrig gerechnet

Die FDP-Fraktion im Bornheimer Stadtrat kritisiert, dass die Stadt Bornheim bei den beiden geplanten Schul-Erweiterungen an der Heinrich-Böll-Schule Merten und Europaschule Bornheim die Kosten zu positiv einschätzt und damit enorme Risiken für den städtischen Haushalt produziert. «Man muss gar nicht erst zum Flughafen Berlin oder zur Oper in Köln schauen. Auch aus eigener Erfahrung sollte die Stadt Bornheim wissen, dass große Baumaßnahmen schnell teurer werden können als gedacht. Vor diesem Hintergrund halten wir den von der Stadt geplanten Kosten-Puffer für Unvorhergesehenes von 10 Prozent für deutlich zu niedrig angesetzt», so Matthias Kabon, schulpolitischer Sprecher der Freien Demokraten. In der Planungsphase, in der sich die Bauprojekte befinden, müsse man bei einer seriösen Planungen mindestens mit 15 bis 20 Prozent Aufschlag rechnen.

Kabon hegt den Verdacht, dass die Kosten für die Schul-Erweiterungen zu niedrig angesetzt sind, um den auf Kante genähten Haushalt nicht implodieren zu lassen. Durch gekürzte Zuweisungen des Landes sei der Etat mittlerweile so stark belastet, dass wieder ein Nothaushalt drohe. Offenbar solle daher zumindest auf dem Papier gespart werden. «Mit solchen Tricks verschiebt man das böse Erwachen aber nur um ein paar Jahre. Wir wollen und müssen weiterhin in Bildung investieren, sollten dies aber mit realistischen Zahlen machen und uns nicht selbst in die Tasche lügen», so der Freidemokrat abschließend.

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