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Endlich Ortsvorsteher sein

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In diesen Tagen flattert den Bürgerinnen und Bürgern im Ort Bornheim ein Flugblatt des amtierenden Ortsvorstehers Hans-Joachim Schmitz (Bündnis 90/Die Grünen) ins Haus. Fast ein Jahr nach der Kommunalwahl am 30. August 2010 informiert Schmitz in dem Flugblatt die Einwohner des Ortes darüber, dass er nun unser Ortsvorsteher ist und welche Aufgaben er in diesem Amt wahrzunehmen hat.

Die Wahlperiode des Rates der Stadt Bornheim und damit auch der Ortsvorsteher dauert fünf Jahre. Hans-Joachim Schmitz hat somit fast ein Fünftel seiner Amtszeit verstreichen lassen, bevor er den gut 8.000 Bürgern des Ortes Bornheim seine Kontaktdaten benannt hat.

Bisher war Schmitz auch nur durch ein Interview im „Bonner General-Anzeiger“ aufgefallen, in dem er sich abschätzig über den Bornheimer Gewerbeverein ausgelassen und für die von den Anwohnern einhellig abgelehnte Einrichtung einer Einbahnstraße in der Innenstadt ausgesprochen hat.

Ein Angebot zum Dialog an die Bürgergemeinschaft „Bornheimer für Bornheimer“ oder gar der Besuch der Mitgliederversammlung des Vereins durch den Ortsvorsteher erfolgte bislang nicht. Auch der Eröffnung des Frühlingsfestes des Gewerbevereins blieb Heiner Schmitz fern. Entschuldigt hat er sich für dieses Fehlverhalten erst nach meiner Aufforderung hierzu.

Während seiner Amtszeit entstand oberhalb von Bornheim zur „Überraschung“ des Ortsvorstehers ein Funkturm zur Übertragung des Digitalfunks der Polizei. Dieser Turm behindert die Sicht vom Aussichtsturm des Landschaftsschutzvereins und verschandelt das Landschaftsbild oberhalb der Ortschaft Bornheim. Bis auf eine Pressemitteilung inklusive der üblichen markigen Worte nach dem Motto „Der Turm kommt weg“ ist bisher wenig Engagement des Ortsvorstehers in der Angelegenheit zu beobachten. Ich bin sicher, dass sein Amtskollege aus dem Nachbarort Roisdorf bereits tausende Unterschriften gesammelt und eine Petition an die rot-grüne Landesregierung gerichtet hätte.

Die Bürger des Ortes Bornheim beschweren sich mittlerweile über ihren Ortsvorsteher. Er ist zu wenig sichtbar und nach fast einem Jahr überhaupt nicht im Vereinsleben verankert.

Das „Bunte Bündnis“ hatte dem Ort in der Zeit zwischen 2004 und 2009 schon einmal einen Ortsvorsteher beschert, dem es vor allem wichtig war, Ortsvorsteher zu sein; dem es aber nicht so wichtig war, für den Ort etwas zu bewegen.

Heiner Schmitz hat noch gut vier Jahre Zeit zu beweisen, dass er das Vertrauen, welches der Rat in ihn gesetzt hat, auch verdient hat. Es wird höchste Zeit für eine bürgernahe, dialogbereite und engagierte Amtsführung. Ortsvorsteher von Bornheim ist man nicht mal eben so. Der „Job“ ist eine Lebensaufgabe. Das sollte auch Heinz-Joachim Schmitz klar werden.

gelesen: 561 · davon heute: 2 · zuletzt am: 18. Mai 2012
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2 Kommentare zum Artikel „Endlich Ortsvorsteher sein“

  1. [...] sah sich zu einer Verteidigungsrede genötigt, weil ihn die FDP auf dieser Homepage zurecht wegen seiner Arbeit als Bornheimer Ortsvorsteher kritisiert hatte (wofür er sich ja auch beim Bornheimer Gewerbeverein bereits entschuldigt [...]

  2. [...] Nicht jeder von uns würde sich schöner Worte rühmen, obwohl sie nicht aus seiner Feder stammen. Und kaum einer wäre so dreist, eine solche Lüge auch noch im Rahmen eines katholischen Gottesdienstes zu begehen. Die beschriebene Fehltat war dann auch das Gesprächsthema auf dem gestrigen Bornheimer Weihnachtsmarkt, wurde sie doch begangen von einem „prominenten“ Kommunalpolitiker. [...]

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